Epstein-Files: Psychologische Kriegsführung

Was gerade geschieht ist psychologische Kriegsführung. Die Epstein-Akten sind real. Die Verbrechen dahinter grauenvoll. Doch die Art, wie Inhalte ungefiltert die Medien fluten, ein Angriff auf das Nervensystem. Aus Kenntnis wird schnell Überforderung. Aus Überforderung entsteht Ohnmacht. Ohnmacht macht handlungsunfähig.

Der eigentliche Sinn hinter der Veröffentlichung der Epstein-Akten wird von vielen nicht nur als Aufklärung gesehen, sondern als Machtdemonstration. Nicht als Versuch, Verantwortung herzustellen – sondern als Inszenierung von Straflosigkeit. Eine kontrollierte Offenlegung, die zeigt, wie begrenzt gesellschaftliche Einflussmöglichkeiten bleiben.

Die unterschwellige Botschaft, die viele darin lesen: Ihr seht Namen, Vorwürfe, Abgründe. Ihr empört euch, diskutiert, verurteilt – und fühlt euch gleichzeitig machtlos. Eine Erfahrung, die Vertrauen in Institutionen weiter erschüttert und Ohnmacht verstärken kann. Besonders verstörend für viele ist die Vorstellung, dass einflussreiche Akteure aus Politik, Technologie, Medien und Unterhaltung miteinander verflochten sind. Diese Wahrnehmung trifft einen empfindlichen Punkt moderner Gesellschaften: den Konflikt zwischen dem Anspruch auf moralische Ordnung und dem Eindruck, dass Macht oft jenseits dieser Ordnung agiert.

Ich schliesse mit den Worten von Aya Velasquez, Journalistin: «Man muss sich jedoch eines ganz klar bewusst machen: Solange es keine Verhaftungen gibt, handelt es sich hier vor allem um Massentraumatisierung und Verstetigung von schwersten Verbrechen als «Privilegien» der Superreichen und Mächtigen. Öffentliche Beschämung ist das einzige, was der Öffentlichkeit bislang als «Strafe» oder «Sühne» der Verantwortlichen dargeboten wird. Kindesmissbrauch und -mord wird somit in unseren Köpfen als «neues Normal» installiert. Das ist okkultes Social Engineering. Solange es keine Verhaftungen gibt, dient die Epstein-Files-Veröffentlichung in erster Linie solchen „Social-Engineering“-Zwecken. Nur wenn rechtliche Konsequenzen folgen, kann hier von einer echten Aufklärung die Rede sein. Ich bezweifle, dass solche Konsequenzen folgen werden, denn für Razzien und Verhaftungen war seit Epsteins Verhaftung nun wirklich genug Zeit.»

Das wird vorerst mein letztes Statement zu den Epstein-Files sein. Ich werde mich weiterhin – wie gewohnt – kritisch und differenziert mit gesellschaftlichen Themen auseinandersetzen. Doch mein eigentlicher Fokus liegt woanders.

Mein Wirken widmet sich der Stärkung von Selbstkompetenz. Der Förderung von Reflexionsfähigkeit. Der Regulation des Nervensystems. Und der Verfeinerung von Bewusstsein. Ich begleite Menschen dabei, in einer komplexen und oft überfordernden Welt innerlich stabil, klar und handlungsfähig zu bleiben. Denn nachhaltige Veränderung beginnt nicht in der dauerhaften Konfrontation mit Ohnmacht, sondern in der Fähigkeit, präsent zu bleiben, wahrzunehmen, zu reflektieren und bewusst zu handeln.