Ich werde manchmal von Freundinnen gefragt:
«Und – wie läuft’s bei dir mit der Liebe?»
«Grossartig», sage ich. «Mein ganzes Leben ist Liebe.»
Nicht immer romantisch. Nicht immer easy. Manchmal sogar richtig schmerzhaft. Aber durchwoben von Momenten, die mich erinnern, wie lebendig ich bin. Und dass ich geliebt bin.
Liebe zeigt sich nicht nur in Beziehungen. Sondern auch in der Art, wie ich morgens meinen Körper berühre unter der Dusche, beim Auftragen der Bodylotion. Wie ich Wasser trinke, Worte wähle, Freundschaften pflege. Wie ich gehe, atme, denke, fühle.
Ich warte nicht auf die Liebe. Ich lebe sie. Im Blick. Im Atem. Im Jetzt.
Denn Liebe ist nicht das Ziel. Sie ist.
Wenn jemand nach meinem Liebesleben fragt, merke ich jedes Mal aufs Neue: Ich bin längst mittendrin.
P.S. Und ja, es gibt auch Zeiten, in denen ich hadere. Mit mir, mit meinem Leben, mit der Welt. Da kann ich richtig tief abtauchen und mich verlieren. Doch dann sind da immer wieder diese Momente, an denen ich mich erinnere.