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Be Art!

  • von
  • 2 Min. Lesezeit

YOU’RE A FUCKING ARTIST.

CONFUSE PEOPLE.

YOU’RE MEANT TO BE EXPLORED, NOT UNDERSTOOD.

BE ART. (unbekannt)

 

Das ist mein Credo für das, was ich schreibe.

Ich habe keine Lust auf Texte, bei denen am Ende alle brav nicken. Manche meiner Texte sind bewusst provokant. Sie kratzen. Stellen Dinge infrage, die viele einfach hinnehmen, weil die Masse sie akzeptiert und nicht mehr hinterfragt. Es ist einfacher, mit dem Strom zu schwimmen. Zu den «Guten» zu gehören.

Viele meiner Texte drehen eine Perspektive um. Gar nicht unbedingt, weil siemeine Meinung repräsentiert. Sie gehen dahin, wo es unbequem wird. Und manchmal widerspreche ich auch dem, was ich selbst vor ein paar Jahren noch für wahr gehalten habe.

Ich schreibe nicht, um recht zu haben. Ich schreibe, weil ich neugierig bin. Weil ich wissen will, was passiert, wenn wir an vermeintlichen Wahrheiten rütteln. Wenn wir einen Gedanken nicht sofort in richtig oder falsch einsortieren. Wenn wir uns erlauben, irritiert zu sein.

Genau da wird es für mich interessant.

Ein Text muss dir nicht gefallen. Du musst auch nicht meiner Meinung sein. Du darfst dich ärgern. Widersprechen. Mich grossartig finden oder komplett daneben.

Doch wenn ein Satz etwas in dir bewegt, wenn du bemerkst, wo du eng wirst, wo du innerlich sofort «Nein!» rufst oder wo etwas in dir auf einmal hellwach wird – dann hat der Text etwas getan.

Und womöglich erfährst du dabei weniger über mich als über dich selbst.

Das ist es, was mich am Schreiben reizt. Ich will keine Gebrauchsanweisung für die Welt liefern. Die habe ich eh nicht. Ich will Türen aufstossen. Fragen hineinwerfen. Ein bisschen Unordnung machen. Und dann schauen, was passiert.