S.M.A.R.T.
Wir haben Smartphones (damit kann man so viel mehr machen, als nur telefonieren!), tragen Smartwatches (Uhren, die mit uns sprechen und unsere Schritte zählen und den Schlaf analysieren), leben in Smarthomes (können vieles über das Smartphone oder Spracherkennung steuern) und fahren Smartcars (können im Winter die Heizung noch vom Bett aus einstellen und sonst noch so einiges an Schnick-Schnack).
Jetzt wird mit Smart-Cities geworben. Alles in 15 Minuten erreichbar – Supermarkt, Bank, Post, Restaurant, Kino, Apotheke usw.. Dient dem sog. Klimaschutz. Man braucht nicht mehr gross durch die Welt fahren. Alles vor dem Haus. Spart Energie. Schützt das Klima. Reduziert den Co2-Fussabdruck.
Sind wir wirklich so smart?!
Das Akronym S.M.A.R.T. wird im Kontext von „Smart Cities“, „Smart Homes“ oder „Smart Technologies“ häufig als positiv besetzter Begriff verwendet – etwa für effizient, intelligent, vernetzt. Das hat man uns wirklich gut verkauft, das «smart». «Smart»hat die Aura von Erfolg und wir fühlen uns eben «smart», also schlau, intelligent, klug, gewandt und elegant. Irgendwie besser als die Anderen. Zumindest stehen wir auf der «richtigen» Seite. «SMART» kann aber auch als Akronym für Überwachung und Kontrolle interpretiert werden.
S – surveillance (Überwachung)
M – monitoring (Kontrolle)
A – analysis (Analyse, Auswertung)
R – report (Berichterstattung)
T – technology (Technologie)
Mit einem Smartphone, Smarthome oder Smartcar können wir also nicht nur selber ganz viel steuern und kontrollieren. Wir werden damit von anderen überwacht und kontrolliert. Je vernetzter alles ist, umso gläserner, manipulierbarer und steuerbarer sind wir.
Diese Infrastruktur ist die Voraussetzung für das, was man smarte Zukunft nennt: Autonomes Fahren, Echtzeit-Kommunikation, vernetzte Städte, KI-basierte Systeme. Sie alle brauchen ein Feld, das permanent sendet, empfängt, verknüpft. Ein Feld, das nicht nur Daten überträgt – sondern Bewegungen, Muster, Signale analysiert. Das kann nützlich sein.
Und es öffnet auch Türen: für umfassendere Kontrolle, für flächendeckende Überwachung. Ein Blick nach China mit seinen smarten Städten reicht um zu sehen, was die Zukunft dieser Technologie ist. Und wenn dann die Menschen mehrheitlich Elektroautos fahren, dann können sie von einer externen Quelle auch so eingestellt werden – analog zu den Golfcarts – dass sie nicht über einen gewissen Radius hinaus fahren. Das Auto stellt dann einfach ab und fährt nicht weiter. Dient alles dem Schutz. Natürlich. Ein Schelm, der anderes denkt.